Die Gründung 1961
Ende der Fünfzigerjahre begann in der Schweiz die Wirtschaft wieder
auf vollen Touren zu laufen. Schon bald war es sehr schwierig genügend
Arbeitskräfte zu finden. Deshalb reisten die Geschäftsleute vorwiegend
in unser Nachbarland Italien, um dort die fehlenden Arbeitskräfte zu
rekrutieren. Als Fremd- oder Gastarbeiter wurden sie bezeichnet. Die
Firma Brown, Boveri & Co. in Baden war es, die in Neuenhof vier Häuserblocks
erstellte, um dort ihre neuen Arbeitnehmer unterzubringen. Jedem, der
die Fussballbegeisterung der Südländer kennt, war klar, dass die Gründung
eines Fussballclubs nur noch eine Frage der Zeit sein konnte. Nur der
Umstand, dass ein Fussballclub zu dieser Zeit von einem Schweizerbürger
geführt werden muss, verzögerte die Gründung bis ein Kandidat für das
Präsidentenamt gefunden werden konnte. Die zwei Hauptinitianten die
den Verein 1961 gründeten waren Giuseppe Indelicato
und Italo Rossi. Sie fanden in der Person von Herrn
Rupf, Versicherungskaufmann aus Baden, den ersten Vereinspräsidenten.
Doch bereits nach einem Jahr wechselte das Präsidium von Herrn Rupf
zu Hugo Martin, Gastwirt des Restaurants Gotthard in Baden. Aber auch
dieser Kandidat stand dem jungen Verein nur ein Jahr als Präsident vor.
Olao Zampoli , viele Jahre die Seele und Mädchen für
alles im FC Neuenhof war sehr bemüht einen Präsidenten zu
finden und es gelang Ihm Gottfried "Gody" Haslimeier
für den FCN zu begeistern. Ein Präsident der die Geschichte
des FCN wesentlich beeinflusste. Gottfried Haslimeier führte volle
16 Jahre mit Unterbruch den Verein.
Im Gründungsjahr 1961 musste man ausser für einen
Präsidenten auch Ausschau nach einem geeigneten Sportplatz halten, denn
in Neuenhof gab es damals noch keinen. Da man weder von der Gemeinde
noch von privater Seite Hilfe erwarten konnte, klopfte man in der Gemeinde
Spreitenbach an. Hier wurde man fündig und begann den Spiel betrieb
zuerst mit Freundschaftsspielen, da zur Zeit der Gründung die Meisterschaft
des SFV bereits begonnen hatte. Zudem mussten ja auch dem Verband noch
Vereinsstatuten vorgelegt werden. So startete man erstmals in der Saison
62/63 in die Meisterschaft. Zu diesem Zeitpunkt genoss man
auf dem firmeneigenen Sportplatz Tägerhard der Firma Brown Boveri Gastrecht
und war über diesen Umstand sehr erfreut. Schon in der ersten Saison
stellte sich der Erfolg ein. Von der 4. Liga in wel- cher man den Spielbetrieb
aufnehmen musste, stieg man auf Anhieb in die 3. Liga auf und konnte
sich mehrere Jahre problemlos in dieser Klasse halten.
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Endlich ein Fussballplatz
Ein grosser Tag für die Neuenhofer Fussballer war der 1. August 1970. An
diesem Tag fand die längst erwartete Einweihung des Sportplatzes Stausee statt. Gemeindeammann Paul Fischer konnte verschiedene Gäste aus Sport, Politik und Wirtschaft begrüssen. Zu diesen Feierlichkeiten war selbstverständlich auch Gody Haslimeier, heutiger Ehrenpräsident des FCN eingeladen, denn er machte sich um die Realisierung eines dorfeigenen Fussballplatzes besonders verdient. Verschiedene Darbietungen wie Handball, Leichtathletik und freie Vorführungen der Turnerinnen und Turner und einem Fussballmatch zwischen dem FC Wettingen und FC Aarau rundeten das Rahmenprogramm ab. Am Schluss der Veranstaltung bedankte sich Gody Haslimeier, als Vertreter der Sportvereine von Neuenhof beim Gemeinderat und dem Einwohnerrat, die seine Bemühungen um diese Sportanlage immer unterstützten. Sein Dank galt aber auch den Sportlern, vorab denen der Turnvereine und des Fussballclubs für die über 2000 geleisteten Fronarbeitsstunden.
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Der bisher grösste Erfolg der Vereinsgeschichte
Den Grössten Erfolg in der Vereinsgeschichte verzeichnete man in
der Saison 72/73. In diesem Jahr schaffte man den
Aufstieg in die 2. Liga. In den Aufstiegsspielen bekam man
es mit Gränichen und Kölliken zu tun. Nachdem man Gränichen
ausgeschaltet hatte ging es gegen Kölliken um die Wurst. Budic,
heute noch ein treues Mitglied des Vereins war es vorbehalten, den Entscheidenden
Treffer zu erzielen. Dem Neuenhofer Goalgetter gelang in der 83. Minute
einen von Ricoy getretenen Corner mit dem Kopf zu vewerten. Der Kölliker
Berichterstatter schrieb: «Mit Neuenhof siegte die bessere Mannschaft.
Die Gäste zeigten ein äusserst tempostarkes, athletisches
Spiel. In ihren Reihen steht eine ganze Anzahl technisch versierter
Spieler, mit der geschickten Führung des Trainers Carlo Bottanelli
der das Team zu einer durchschlagskräftigen Truppe geformt hat
und die auch in der 2. Liga bestimmt eine gute Figur machen wird. Dank
der ausgezeichneten Leistung von Schiedsrichter Gächter, blieb
die hartumkämpfte Partie jederzeit fair. Die über 1000 Zuschauer
sahen ein packendes Aufstiegsspiel. Und als der Schiedsrichter die Partie
abpfiff war der Jubel der mitgereisten Neuenhofer Anhänger grenzenlos.»
Die Heimfahrt der Neuenhofer Fans gestaltete sich zu einem wahren Alpaufzug. Mit Fahnen und Kuhglocken wurde der Aufstieg gefeiert. Das Fest dauerte jedenfalls bis in die frühen Morgenstunden. Danach wechselten sich Hochs und Tiefs in bunter Reihenfolge ab. Einmal musste man sogar in die 4. Liga absteigen, schaffte aber danach den sofortigen Wiederaufstieg in die 3. Liga. Heute spielt man in der 4. Liga jedoch mit dem Ziel die vergangene Zeit wieder zu erreichen.
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